Der erste Schritt: Die Deutsch/Polnische Kinder- & Jugendfirma"

 

Die Jugendfirma als ein Ferienprojekt für deutsche und polnische Jugendliche ab 14 Jahren war im Gründungsjahr der Ausgangspunkt unserer internationalen Jugendarbeit, die wir zwar schon wohlweißlich in unerer Satzung verankert hatten, dessen zukünftige Bedeutung für den Verein wir damals allerdings noch nicht ahnen konnten. Als Ferienprojekt 2000 von U.-C. Zippel erdacht, sollte seine Arbeit mit den jungen Leuten ab dem Sommer 2003 mit der Unterstützung des ideenfluß e.V. seine Fortsetzung finden. Nach einer Einführung in das Projektmanagement entwickeltenn und führten die Jugendlichen ihre Projekte selbst durch. Hier sind u.a. große Events, Reisen, Gedenkstättenfahrten, Ausstellungen und Ferienfreizeiten zu nennen.
Doch die Ferien waren uns bald nicht mehr genug, hatten wir doch inzwischen eine Modellwerkstatt mit Büro eingerichtet, die nicht nur während der Ferien genutzt werden sollte.

Unsere positiven Erfahrungen mit Schülern wurden noch bereichert, als wir als Praktikumsbetrieb von "Jump plus-Maßnahmen"  die zuweilen erschreckende Perspektivlosigkeit junger Menschen zwischen 18 und 25 Jahren erleben durften. Daraus entwickelten wir in Verbindung mit unseren Satzungszielen das Projekt zur Jugendberufshilfe:

"Jugend - Zurück in die Zukunft"
Konzeptionelle Darstellung

Die Neugier von Jugendlichen für Naturwissenschaften & Technik sowie für Graphik & Design dient als Grundlage, das Interesse für allgemeines Management und Betriebsprozesse zu wecken. Über diesen Prozess des Ausprobierens soll die Berufsfindung eingeleitet werden. In dem Team der "jungen ideen" ist eine professionelle Arbeitsweise ähnlich eines Unternehmens vorhanden, durch die Wirtschaftsstrukturen sichtbar und nachvollziehbar werden. So können Beziehungen, Abhängigkeiten und Probleme des Marktes erfasst werden und zu eigenen Denkansätzen anregen. Das Verständnis für Handwerk, Wirtschaft, Forschung und Technik wird somit durch die eigene Erfahrung gefördert.

Zielsetzung des Projektes...

...war es, die Jugendlichen bei der Berufsfindung, Berufswahlentscheidung und dem Einstieg in die Arbeitswelt positiv zu unterstützen und der beruflichen Perspektivlosigkeit von Jugendlichen in der Europastadt Görlitz/ Zgorzelec entgegenzuwirken. Bei diesen nachhaltigen Bildungsangeboten sollten die Jugendlichen ihre Grenzen kennenlernen, ihr Erfahrungs- und Orientierungshorizont erweitern, ihre soziale Kompetenzen wie beispielsweise Selbstbewusstsein, Verantwortungsbereitschaft, Engagement, Kritik und Konfliktfähigkeit fördern und wichtige Kontakte zu Wirtschaftsbetrieben knüpfen. Dadurch wurde den Jugendlichen der Übergang von Schule und Arbeitswelt und die berufliche Orientierung hinsichtlich des eignen Lebensentwurfes erleichtert. Ein weiteres Ziel war es, die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Polen zu verbessern. Dies beinhaltet zum einen interkulturelles Lernen und zum anderen den Aufbau grenzüberschreitender Kooperationen zwischen deutschen und polnischen Jugendlichen. Durch die Begegnung der deutschen und polnischen Jugendlichen in der Jugendfirma beschäftigten sie sich indirekt mit der Sprache, der Lebenswelt, der Denkweise, der Verhaltenweisen etc. der anderen Jugendlichen. Stereotypen und Klischeevorstellungen konnten abgebaut werden.

Unterstützung fand das erste Modellprojekt im Jahr 2007/2008 durch:
 

  • die SOFTWARE AG STIFTUNG
  • die Dienstleistungsgesellschaft ARGE Görlitz

 

     vom Juni 2008 bis Mai 2009 stattfindende Projekt durch  

  • den ESF - Europäschen Sozialfond
  • den Freistaat Sachsen sowie
  • die Agentur für Arbeit & Dienstleistungsgesellschaft Görlitz
  • die Software AG Stiftung

      und die Fortsetzungphase bis März 2011 durch:  

  • die Software AG Stiftung
  • die Dienstleistungsgesellschaft ARGE Görlitz